art residency wildbad 2017 – Böhler & Orendt

Kunst für den Park

Das Wildbad und Rothenburg sind um ein Kunstwerk im öffentlichen Raum reicher geworden. Am Freitag (13.10.2017) hat das Künstlerduo Böhler & Orendt seine in den Sommermonaten im Wildbad geschaffene Skulpturengruppe an die Öffentlichkeit übergeben. Matthias Böhler und Christian Orendt waren die ersten Kunstschaffenden im Rahmen des erstmals aufgelegten Programms „art residency wildbad“, zu dem die Tagungsstätte jährlich neue Künstlerinnen, Künstler oder Künstlergemeinschaften einladen will. Alle hier entstehenden Kunstwerke werden auf Dauer im Park verbleiben.

„Unsere Arbeit hätte es nie gegeben, wären wir nicht an diesen Ort, in diese Stadt eingeladen worden“, sagten Böhler & Orendt. Seit dem Wochenende ist das Ergebnis ihrer schöpferischen Auseinandersetzung mit dem Wildbad, mit der Stadt, mit der Gegenwart zu sehen. Unterhalb Rothenburgs, im oberen Teil des Wildbad-Parks im Bereich der Treppenanlage zum Spitaltor.

 

Die Künstler Böhler & Orendt

Matthias Böhler und Christian Orendt sind die ersten Stipendiaten des neuen Artist-in-Residence-Programms „Wildbad Residency“, zu dem die evangelische Tagungsstätte seit diesem Jahr Künstler einlädt. Während ihres Aufenthalts setzen sie sich mit dem Ort und der Stadt Rothenburg auseinander und realisieren eine Arbeit, die als bleibender künstlerischer Eingriff im öffentlich zugänglichen Park des Tagungshauses verbleibt.

Matthias Böhler und Christian Orendt arbeiten seit 2007 als Künstlerduo Böhler & Orendt zusammen. Im Wildbad Rothenburg realisieren sie eine mehrteilige, figurative Gruppe mit lebensgroßen Figuren. Die Arbeit mit dem Titel „Rast auf der Flucht vor der Auseinandersetzung mit der Abgefucktheit des Ist-Zustands“ wird in einem Waldstück am Hang platziert. Die Skulpturengruppe verkörpert Reisende, die entweder bereits an ihrem Ziel angelangt sind oder unterwegs innehalten. Haltung, Mimik, Kleidung der Figuren und mitgeführte Gegenstände evozieren eine Stimmung zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Das Projekt unterstützen 2017 als Förderer der Kunstfonds der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Kulturfonds Bayern und der Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e. V.

 

9. Kunstsymposium

Zur fachübergreifenden Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und dem Thema „Sehnsuchtsorte“ lädt außerdem das 9. Kunstsymposium der Evang.-Luth. Kirche in Bayern am 13. Oktober im Wildbad Rothenburg ein. Vorgestellt wird das Format „Wildbad Residency“, dessen Beginn die Installation von Böhler & Orendt markiert. Präsentiert wird an diesem Tag auch der Katalog zu „Rast auf der Flucht vor der Auseinandersetzung mit der Abgefucktheit des Ist-Zustands“.

Mehr zu Böhler & Orendt: www.boehler-orendt.com

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Bildnachweis: Böhler & Orendt

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Porträt Matthias Böhler (links) und Christian Orendt Foto: Böhler & Orendt

Atelier auf Zeit

Derzeit richtet das Nürnberger Künstlerduo Böhler & Orendt sein Atelier auf Zeit im Wildbad ein. Matthias Böhler und Christian Orendt sind die ersten Künstler, die hier auf Einladung der evangelischen Tagungsstätte einige Monate lang leben, arbeiten und im öffentlichen Park künstlerische Spuren hinterlassen werden.

Das wird eine in einem kleinen Waldstück platzierte Skulpturengruppe sein. Ihr Titel:

Rast auf der Flucht vor der Auseinandersetzung mit der Abgefucktheit des Ist-Zustands.

Ausgangspunkt für die konzeptuellen Überlegungen von Matthias Böhler und Christian Orendt

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Hier, zwischen Bäumen und Gestrüpp, auf einer rund 80 Quadratmeter großen Fläche scheint eine Gruppe von Touristen gestrandet zu sein: elf lebensechte Skulpturen, zumeist lifestyle gekleidet, mit Epoxidharz und Polyurethanlack wetterfest gemacht. Ihre Gesichter sind anonymisiert. In Kleidung, Accessoires, Mimik und Gestik markieren sie unterschiedliche Zugehörigkeiten zu sozialen Schichten, Milieus und Kulturen. Kommunikation findet nicht statt. Aber die Gedanken und Gefühle der Figuren kreisen. Um Hoffnung und Verzweiflung, Sehnsucht und Enttäuschung. Mag sein, dass sie an ihrem Ziel schon angelangt oder noch unterwegs sind, innehalten: abgewirtschaftet, desillusioniert, gebrochen, verloren?

 

REST ON THE ESCAPE FROM THE CONFRONTATION WITH THE FUCKED-UPNESS OF THE STATUS QUO — RAST AUF DER FLUCHT VOR DER AUSEINANDERSETZUNG MIT DER ABGEFUCKTHEIT DES IST-ZUSTANDS nennen Böhler & Orendt ihre Arbeit, die dem Betrachter einen weiten Assoziationsraum bieten. „Hier werden die menschlichen Fragen nach dem Woher und Wohin tief ausgelotet“, sagt Kirchenrat Helmut Braun, Referat Kunst der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern und Mitglied der Fachjury, zusammenfassend. Nach seiner Auffassung ist mit dem neuen Artist-in-Residence-Programm insgesamt „etwas entstanden, das ganz hervorragend in die Kulturkonzeption der bayerischen Landeskirche passt“. Nach dem überzeugenden Auftakt mit der Arbeit von Böhler & Orendt erhofft er sich, dass im Wildbad ein ganzer „Skulpturenpark entsteht, der die Interaktion und Reflektion anregt, jedes Jahr mit neuen Künstlern, fünf, zehn, 15 oder gar 20 Jahre lang.“

 

Als „Vorzeige-Projekt für die kulturelle Landschaft nicht nur Rothenburgs, sondern der ganzen Region“ bezeichnet Johanna Kätzel, Kulturbeauftragte der Stadt Rothenburg, das Programm „art residency wildbad“. „Rothenburg ist mehr als eine beliebte touristische Destination. Die Stadt und das malerische Taubertal haben eine bis heute ungebrochene und inzwischen mehr als 150-jährige Tradition als veritabler Sehnsuchtsort. Das Künstlerduo Böhler und Orendt setzt sich mit seiner Figureninstallation mit diesem Thema auseinander und eröffnet einen spannenden Diskurs um das, was den Reiz eines Ortes wie Rothenburg oder im engeren Sinne des idyllisch an der Tauber gelegenen Wildbades ausmacht, und um das, was der Mensch dort zu finden sucht.“

Künstler-Stammtisch

Das Wildbad Rothenburg lädt ab 2017 jährlich international erfahrende Künstler oder Künstlergruppen zu einem Artist-in-Residence-Aufenthalt ein. Dieses Projekt ist auf mindestens zehn Jahre angelegt. Während der Arbeitsphasen der Künstler im Wildbad wird es öffentliche Veranstaltungen geben.

Das Projekt 2017 wird gefördert vom Kulturfonds Bayern, dem Kunstfonds der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e. V. in München. Hier ist in der Galerie der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst zurzeit auch die Ausstellung „Fürchtet euch (nicht)“ mit Werken von Böhler & Orendt und Sebastian Tröger zu sehen (bis 22.7.). Im Kunstmuseum Magdeburg zeigen sie weitere Arbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung zum Thema „Seht, da ist der Mensch!“ (bis 5.11.).

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Porträt Matthias Böhler (links) und Christian Orendt Foto: Böhler & Orendt
Böhler & Orendt: Give us Dear Foto: Böhler & Orendt
Beyond all the Cares of the World Foto: Böhler & Orendt

 

Mehr Informationen unter folgenden Links:

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[button color=”#ffffff” background=”#a7aa04″ size=”medium” target=” _blank” src=”http://www.wildbad.de/wp-wildbad/wp-content/uploads/2017/06/Presseinfo_Projekt_Wildbad_short.pdf”]Presseinfo ↓[/button]

art residency wildbad / LandArt/Artist in Residence 2017 wird gefördert von:

 

 

Pressegespräch am 16. Februar, 15.30 Uhr im Wildbad Rothenburg.
Zum Projekt, Pressemitteilung.

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