Liebeserklärungen an die Holzkohle

Der Künstler Florian Dombois eröffnete den 24-ständigen „Wechselraum“ mit einer Performance im Atelier und vor der ehemaligen Turnhalle. Foto: Lukas Kleinert

Der Künstler Florian Dombois eröffnete den 24-ständigen „Wechselraum“ mit einer Performance im Atelier und vor der ehemaligen Turnhalle.
Foto: Lukas Kleinert

Florian Dombois‘ Performance war die erste von insgesamt zwölf Interventionen beim „Wechselraum“, dieser unwiederholbaren kollaborativen Arbeit der Berliner Künstlerin Ulrike Mohr am letzten November-Wochenende im Wildbad. An der 24-Stunden-Aktion beteiligten sich insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz.

Sie haben Mohrs für das Wildbad-Atelier und für diese 24 Stunden entworfene „Raumzeichnung“ aus geköhlerten Objekten zum Ausgangspunkt für eigene Performances, Installationen, Zeichnungen, Vierundzwanzigstundentexte, besondere Yogaerfahrungen usw. genommen und das Werk der art-residency-wildbad-Künstlerin 2018 auf diese Weise transformiert.
Dass ihr eigenes Werk durch Interventionen und Interaktionen verändert und rückgebaut wird, sieht die Ulrike Mohr als Liebeserklärung an den Werkstoff Holzkohle und an ihr Format „Wechselraum“ an.

Auf Dauer im Wildbad verbleiben wird eine Skulptur von Ulrike Mohr, deren Äußeres – ein Kubus – nahe der Tauber bereits zu entdecken ist. Im Frühjahr 2019 wird der Kubus beim Köhlern seines Inhalts selbst zum Brennofen und die fertige Skulptur am Ostersonntag (21.4.2019) offiziell übergeben. [CR]

Mehr zum Wildbad Rothenburg und art residency wildbad: www.wildbad.de

Termin-Verschiebung der offiziellen Übergabe des Kunstwerks art residency wildbad

Aus logistischen und witterungsbedingten Gründen muss die geplante Übergabe des Kunstwerks der Berliner Künstlerin Ulrike Mohr am Freitag, 23. November, verschoben werden.

Stattdessen zum gleichen Zeitpunkt, 17 Uhr:

Ulrike Mohr präsentiert ihr Kunstwerk erstmals am Ort seiner Aufstellung im Wildbad-Park. Die Skulptur ist im „Urzustand“, also noch vor dem Köhlern, zu sehen.
Neuer Termin für die Werkübergabe: Ostersonntag, 21. April 2019, 15 Uhr.

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Neugieriger Blick ins Atelier

Neugieriger Blick ins Atelier | Foto: Tom Schrade, www.schrade-kunst.de

24-stündiges transdisziplinäres und kollaboratives Projekt mit insgesamt 14 Kunstschaffenden zu einer Raumzeichnung von Ulrike Mohr im Wildbad-Atelier. Es befindet sich in der ehemaligen Turnhalle am Ufer der Tauber.

Kunstaktion über 24 Stunden mit 14 Künstlern

Die chemische Umwandlung von Holz in Holzkohle in Ulrike Mohrs Raumzeichnung bildet den Ausgangspunkt für die gemeinsame Beschäftigung mit aktuellen Zeit- und Raumphänomenen. Dabei werden die von ihr eingeladenen Künstler*innen Ulrike Mohrs Arbeit fortlaufend verändern. Während der gesamten Ausstellungsdauer von 24 Stunden findet ein permanenter Transformationsprozess bis zur Auflösung statt. Alle zwei Stunden wird es einen Wechsel und eine Eröffnung geben. Das Atelier ist für Interessierte ganztägig zugänglich. Das gesamte Projekt wird dokumentiert.

Erster Wechsel: Freitag, 23.11., 19 Uhr.
Letzter Wechsel: Samstag, 24.11., 17 Uhr. 19 Uhr Finissage „Wechselraum“.
Mitwirkende: Matthias Beckmann, Alice Goudsmit, Florian Dombois, Ilona Kàlnoky, Lukas Kleinert und Hannah del Mestre, Ulrike Mohr, Katja Pudor, Jasmin Schaitl, Max Sudhues, Nicole Wendel, Judith Weber, Justus Weiss und Georg Winter.

Programm WECHSELRAUM als PDF ↓

Einmalige Performance live erleben

Selbstverständlich können Kunstinteressierte, Ausflügler und ausgeprägte Nachtschwärmer die einmalige Performance auch live erleben. Der Raum ist in dieser Zeit begehbar.
Genauso gut lässt es sich neuerdings außerdem von außen ins Atelier hineinschauen. Denn zum ersten Mal seit rund sechs Jahrzehnten wurden die Fenster der ehemaligen Turnhalle jetzt von ihren engmaschigen Gittern befreit. Sie war einst „Fitnessraum“ ehemaliger Polizeischüler, nachdem die Bayerische Bereitschaftspolizei das Wildbad-Anwesen 1951 angemietet und zu einem Ausbildungszentrum (bis 1976) umgestaltet hatte.

Auch insofern passt die im doppelten Wortsinn einmalige Performance, die die Berliner Künstlerin Ulrike Mohr am 23./24. November im Wildbad Rothenburg initiiert, zu den Gegebenheiten vor Ort: zur ehemaligen Turnhalle im Park am Ufer der Tauber. Zumal der dem Sport – genauer dem Staffellauf – entlehnte Begriff „Wechselraum“ dabei jene genau definierte Strecke bezeichnet, in der der Staffelstab von einer Läuferin oder einem Läufer zum nächsten Läufer weitergegeben wird. [CR]

24-Stunden-Performance WECHSELRAUM - Tag und Nacht

24-Stunden-Performance WECHSELRAUM – Tag und Nacht in der ehemaligen Turnhalle

Seit 2017 lädt das Wildbad Rothenburg Künstler*innen ein, einige Monate lang im Wildbad zu leben und zu arbeiten.
Während ihres Stipendienzeitraums 2018 entwickelte Ulrike Mohr zwei künsterische Arbeiten: Eine Arbeit die auf Dauer im Park verbleiben wird und in Beziehung dazu, den ersten 24-stündigen WECHSELRAUM in ihrem Atelier – der ehemaligen Sporthalle und früheres Heilbad Rothenburgs – an der Tauber. Alle zwei Stunden gibt es eine Eröffnung, Tag und Nacht.

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Wissenstransfer und Generationenwechsel im Forum für Wirtschaftsethik

ROTHENBURG o.d.T. – Am Wochenende fand im Wildbad Rothenburg das 8. Forum Kirche – Wirtschaft – Arbeitswelt des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (kda) in Kooperation mit der Evanglischen Tagungstätte statt. Die Teilnehmer*innen aus Kirche und Wirtschaft diskutierten zwei Tage lag intensiv über die Weitergabe von Traditionen in Kirche und Wirtschaft, über die Gestaltung von Generationswechseln und über die Frage, wie (christlichen) Werte in Unternehmen weiter vermittelt werden können. Dabei wurde deutlich, dass Traditionsweitergabe stets ein lebendiger Prozess ist, der gelingen kann, wenn der Blick für den jeweils anderen nicht verloren geht und offen kommuniziert wird. Biblische Texte können dabei hilfreiche Begleiter sein und Segen zum sichtbaren Zeichen für Übergänge werden.

„Transfer und Tradition – Erfahrung und Erneuerung im Betrieb“ so lautete der Titel

Beständiger Wandel, lebendige Tradition

Passender hätte das Thema der diesjährigen Tagung im Wildbad nicht gewählt sein können. Denn am Wochenende wurde nicht nur das Leitungsgremium aller bayerischen Kirchengemeinden neu gewählt, sondern auch das Tagungshaus selbst hat seit einem halben Jahr eine neue Leitung. So stellte sich „der Neue“ Dr. Wolfgang Schuhmacher in seiner Begrüßung erstmals dem Publikum des Forums vor. Mit der alltäglich menschlichen Erfahrung „Nichts bleibt, wie es war“ fasste Dr. Johannes Rehm, Leiter des kda Bayern, die Herausforderungen zusammen, die mit jedem solchen Generationenwechsel verbunden sind. „Eigentlich ist es unerlässlich, dass man sich regelmäßig im Arbeitsalltag vergegenwärtigt, wie war es früher und wer hat vor mir, was, warum, wie entschieden,“ resümierte Rehm und verwies auf die christliche Tradition, die helfen könne, „die richtige Balance von Erfahrung und Erneuerung zu finden.“

Tradition als lebendiger Vorgang

Hierauf ging auch Prof. Dr. Karin Ulrich-Eschemann im ersten Vortrag der Tagung ein. Ihrer Ansicht nach sei die Wurzel der Tradierung in der Familie zu finden. Dabei sei sie hier wie auch im christlichen Kontext ein dynamischer Vorgang. „Durch die Verbindung von Gottes- und Menschengeschichte wird [mit Jesus] nochmal eine neue Tradition in Gang gesetzt.“ Diese gilt es, aktiv weiterzugeben „als lebendiger Vorgang, als gelebte Praxis.“ Insgesamt ist Ulrich-Eschemann überzeugt: „In allem, was wir tun, ist auch etwas enthalten von dem, was wir empfangen haben.“

Verständnis, Werte und Rücksichtnahme

Dem konnten die drei Gesprächsteilnehmer bei der anschließenden Podiumsdiskussion zustimmen, als sie von ihren Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis referierten. So berichtete Henriette Mark, Vorsitzende des Betriebsrates Südbayern und Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Bank AG, von zwei unterschiedlichen Traditionssträngen, die in ihrem Unternehmen zu finden seien. Um beide Identitäten, sowohl die Tradition des internationalen Investmentbankings als auch die Werte des deutschen Traditionsbankhauses, miteinander zu vereinen, bedürfe es ihrer Ansicht nach „ein ständiges Werben um gegenseitiges Verständnis“. Am wirksamsten sei es, so Mark, wenn Alt und Jung voneinander lernten.

Davon wusste Hanns-Thomas Schamel, Seniorchef der Firma Schamel Meerrettich, einem Betrieb mit rund 50 Mitarbeitenden und langer Familiengeschichte, aus eigener Erfahrung zu berichten. Der Übergang von einer Generation zur nächsten sei in seiner Familie nicht immer reibungslos verlaufen. Deshalb stehe es für ihn fest, dass es unabhängig vom Zeitgeist „feste Werte sind, die auch feste Werte im Unternehmen bleiben müssen.“ Das Geheimnis jeden erfolgreichen Unternehmens sei es, „dass es etwas gibt, worauf sich Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten verlassen können.“ Für Schamel spielen gerade die christlichen Werte eine zentrale Rolle.

Aus Sicht des Handwerks sei einer dieser zentralen Werte bei der Übergabe von Betrieben die gegenseitige Rücksichtnahme, insbesondere wenn die neue Generation frische Ideen einbringen möchte. Christopher Kruse, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands für das bayerische Bäckerhandwerk, kennt viele Beispiele aus der Praxis, wo dies gelungen sei und im Anschluss an die Bibelstelle Johannes 3,30 die neue Generation gewachsen und die alte in einem Betrieb abgenommen habe. „Das Werk des Übergebenden erfüllt sich erst in der erfolgreichen Übergabe,“ ist er sich sicher. Doch gleichzeitig ist sich Kruse bewusst, dass zwischen den Generationen ein Vertrag bestehe, der jeden Tag neu überprüft werden muss und gegebenenfalls auch gekündigt werden kann.

Kraft, Liebe und Besonnenheit

In seiner Predigt am Samstag Früh griff der Altbischof der Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen und theologischer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche, Prof. Dr. Axel Noack, einen Teil des zweiten Briefs an Timotheus auf und brachte damit drei weitere Begriffe ins Spiel. Timotheus, der selbst schon in dritter Generation dem christlichen Glauben angehört, wird vom Apostel in dessen Brief an Gottes Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit erinnert. Dies wünsche der jedem bei der Traditionsübergabe an die nächste Generation, im Glauben wie im Betrieb, so der Altbischof.

Gute Kommunikation und Gottes Segen

Das Stichwort Kommunikation stand im Mittelpunkt der anschließenden vier Workshops, deren Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert wurden.

So sei es nicht nur das Wissen an sich, das Senior-Experts an Jüngere im Betrieb weitergeben, das gut kommuniziert werden sein will. Unter Leitung von Michael Ballweg, Geschäftsführer der media access GmbH, waren sich die Teilnehmenden des Workshops einig, dass es auch um das „Wie“ gehe, denn Senior-Experts haben nicht (mehr) das Sagen, sondern sind in der Rolle des Beraters im Betrieb unterwegs.

Für Mitarbeitende sei bei Betriebsübergängen insbesondere die Transparenz der Kommunikation von zentraler Bedeutung, um Ängste abzubauen und Vertrauen in das Neue zu schaffen, so die Meinung aus dem zweiten Workshop unter Leitung des Betriebsratsvorsitzenden und Aufsichtsrats der LEDVANCE GmbH, Hubert Roßkopf.

Im Handwerk brauche es gerade innerhalb von Familien zahlreiche Gespräche bei der Betriebsübergabe. Nicht nur die gegenseitige Wissensvermittlung sei laut Eva Beck von der Handwerkskammer für München und Oberbayern wichtig. Auch die Verteilung von Aufgaben und Finanzen innerhalb der Familie dürfe nicht aus dem Blick geraten, um den Familienfrieden und das Familiengefüge stabil zu halten.

Aus christlich-ethischer Sicht bedürfe es des regelmäßigen Diskurses über die Werte in einem Unternehmen, gerade bei einem Generationenwechsel oder einer neuen Leitung. Dies sei ein gegenseitiger Lern- und Bildungsprozess, so Schuhmacher bei der Präsentation der Ergebnisse aus dem vierten Workshop.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die biblische Tradition immer wieder von solchen Übergängen erzählt und der Segen hierbei eine wichtige Rolle spielt. Segen ist nicht nur äußeres Zeichen für die Stabübergabe von der einen Generation zur nächsten, sondern er bringt gleichzeitig die eigene Endlichkeit zum Ausdruck.

Das nächste Forum Kirche – Wirtschaft – Arbeitswelt findet am 18./19. Oktober 2019 im Wildbad Rothenburg statt.

Yogagruppe beim Meditieren

Körper, Geist und Seele in Einklang bringen

Das Wildbad Rothenburg hat für Sie eine ganz neue Seminar-Reihe konzipiert. Dr. Oliver Gußmann und Dr. Wolfgang Schuhmacher nehmen Sie mit auf eine spirituelle Reise, die Körper, Geist und Seele als eine grundlegende Einheit menschlichen Lebens sieht.

„Body and Soul – Grundformen leiblicher Spiritualität erleben“

Unter dieser Überschrift erleben Sie beim Ausprobieren von Pilgern in freier Natur, Übungen aus dem Bereich des Yoga unter christlicher Perspektive, beim bewussten Atmen oder achtsamen Gehen wie diese Erfahrungen unser Leben bereichern. Das geistliche Wochenende im Wildbad Rothenburg hilft Ihnen Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Probieren Sie es einfach aus!

Weitere Informationen erfahren Siehier auf unserer Website

oder in unserem Flyer, hier zum download: Seminar_Body-Soul-2018_Wildbad_web

 

Der dritte Teil des Jahresprogrammes Wildbad Rothenburg ist abholbar ab dem 9. August 2018.

Die verschiedenen Veranstaltungen von August bis Dezember setzen weitere Akzente, die es nicht zu verpassen gilt. Vom bekannten Gospelchor “ Lights of Gospel“, über Flamenco und spanische Folklore, dem Reichstadtblech bis hin zu Wiener Kaffeehausmusik – hier ist für jeden etwas geboten!

Besonders freuen wir uns auch dieses Jahr wieder Herrn Rémi-Charles Caufman mit seinem Pariser Hauch VII begrüßen zu dürfen.

Zudem startet von 26. bis 28. Oktober die neue Seminar-Reihe „Body and Soul – Grundformen leiblicher Spiritualität erleben“, bei der Sie Körper, Geist und Seele als grundlegende Einheit erleben können. Unsere schon bekannten Formate, wie Forum Kirche – Wirtschaft – Arbeitswelt, Weltanschauungen im Gespräch, Cursillo finden Sie ebenso.

Auch das diesjährige art residency wildbad geht am 23. November mit der offiziellen Übergabe  des Kunstwerks und einer 24-stündigen Aktion im Rahmen des Projekts „Wechselraum“ zu Ende. Davor haben Sie aber noch die Möglichkeit am 13. und 14. Oktober die Künstlerin Ulrike Mohr im offenen Atelier zu besuchen. Am 23. Oktober beleuchtet das 10. Kunstsymposium das Thema „Transformation“ genauer.

Sie sehen es ist viel los im Wildbad und ein Blick in unser Programm lohnt in jedem Fall.

Der Biergarten ist nur noch im August donnerstags ab 16 Uhr geöffnet und unser Sonntags-Café auf der Sonnenterrasse erwartet Sie noch bis Erntedank von 13.30 bis 17 Uhr.

Wir freuen uns auf Sie als unsere Gäste im Wildbad Rothenburg!

 

Jahresprogramm als PDF ↓

 

Öffentliche Termine:

Donnerstag, 24. Mai, Wildbad Rothenburg, Biergarten: Künstlerinnen-Stammtisch
Sonntag, 17. Juni, Wildbad Rothenburg: Offenes Atelier
Mittwoch/Donnerstag, 27./28. Juni, Bad Windsheim, Freilandmuseum: „Köhlern einer Entsammlung“/ „carbonization of decollection“. Einführung in den Prozess des Köhlerns am Beispiel der künstlerischen Arbeiten von Ulrike Mohr.
Mehr Informationen:  https://freilandmuseum.de/fileadmin/dokumente/Flyer/Koehlerwoche_2018_web.pdf
Donnerstag, 28. Juni, Wildbad Rothenburg, Biergarten: Künstlerinnen-Stammtisch
Samstag/Sonntag, 13./14. Oktober, Wildbad Rothenburg: Offenes Atelier
Freitag, 23. November, Wildbad Rothenburg, Park: Finissage

Die Berliner Künstlerin Ulrike Mohr ist die diesjährige Stipendiatin im Rahmen von „art residency wildbad“. Auf Einladung der evangelischen Tagungsstätte lebt und arbeitet sie hier insgesamt rund drei Monate lang und entwickelt ein Kunstwerk für den Park. Ulrike Mohr studierte Freie Kunst / Bildhauerei an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Ihr künstlerisches Interesse gilt den Transformationsprozessen von Materialien.

Mehr über die Künstlerin und das Projekt unter: https://wildbad.de/aktuelles-und-service/art-residency-wildbad/

Das neue Jahresprogramm des Wildbad ist in Druck und abholbar ab dem 18.05.2018.

Die verschiedenen Veranstaltungen von Mai bis August setzen weitere Akzente, die es nicht zu verpassen gilt. Von dem besten zeitgenössischen Boogie- und Blues-Pianisten Thomas Scheytt über Big-Band-Klänge mit AbbeyRoad im Biergarten, das beliebte „Café & Tanz“, Operetten- und Musicalklänge bis zur alljährlichen Reihe Soli Deo Gloria. Für jeden ist etwas dabei!

Wir freuen uns auf Sie als unsere Gäste im Wildbad Rothenburg!

 

Jahresprogramm als PDF ↓

 

Spezial-Angebot im Kurhaus Wildbad

Ideal für Familien, Freunde, Vereine, Firmen…
Buchbar in den Zeiträumen: 2.-6. April, 21.-25. Mai, 13.-17. August,
20.-24. August, 27.-31. August 2018

Alle Gästezimmer im Kurhaus exklusiv

11 Doppel-, 5 Einzel- und 3 Dreibettzimmer für nur 642,60 € pro Nacht ohne Frühstück.
Nur in den Aktionszeiträumen buchbar. Mindestaufenthalt 2 Nächte.

Königliche Speisen nach Ihren Wünschen optional buchbar

Lassen Sie sich bei Frühstück (9,- €), Mittagessen (14,- €), Kaffee-pausen (ab 5,50 €), und Versperbüffet (11,- €) verwöhnen.
Kinder essen günstiger, unter 2 Jahren auf unsere Kosten.

Spannendes Freizeitprogram vor Ort

Ob Mühlenführung, Freiluft-Kegeln, thematische Stadtführungen, Kletterwald, Museen, Fahrrad fahren, Freilandmuseum, Freibad, Badeseen, Wandern oder Schnupperpilgern auf dem Jakobsweg um das Wildbad ist für jeden Geschmack etwas geboten.

Ulrike Mohr

Porträt von Ulrike Mohr

Wildwuchs auf dem Palast der RepublikDie Berliner Künstlerin Ulrike Mohr wird auf Einladung des Wildbads hier in 2-wöchigen Blöcken in den Monaten Mai bis Juli und ab Oktober 2018 leben und arbeiten. Sie studierte Freie Kunst / Bildhauerei an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Ihr künstlerisches Interesse gilt den Transformationsprozessen von Materialien.
Ulrike Mohrs Arbeiten nehmen den öffentlichen Raum als Ausgangspunkt und basieren auf kritischer Beobachtung, prozesshafter Aufzeichnung, strukturierenden Vermessungen oder auch der Einführung anderer Ordnungssysteme. Sie verpflanzte beispielsweise eine Gruppe wild gewachsener Bäume, die sich vor seinem Abriss auf dem Dach des Palastes der Republik in Berlin befanden, auf innerstädtisches Brachland um („Aktion Restgrün“, 2006).

Signalkugel mit Blick auf den Alex in Berlin

Zu weiteren markanten Projekten der Künstlerin in Berlin zählt u.a. die „Signalkugel“ in Kreuzberg. An der Stelle eines ehemaligen Leuchtturmes als bewegliche Leuchtkugel errichtet, reagiert sie über einen Bewegungsmelder auf den Schiffsverkehr auf der Spree. Fährt ein Schiff an der Signalkugel vorbei, fällt die Kugel nach unten und wird anschließend über Druckluft in ihre Ausgangsposition nach oben gefahren.

Seit 2008 beschäftigt sich Ulrike Mohr mit dem Prozess des Köhlerns. Jüngstes Beispiel dafür ist „Wechselraum“, ein kollaboratives Projekt und kuratorisches Experiment von Ulrike Mohr Anfang Januar an der Zürcher Hochschule der Künste, in dessen Mittelpunkt eine Raumzeichnung aus Holzkohle steht. Für die 6. Internationale Kunstbiennale in Sinop (Türkei, 2017) gestaltete Ulrike Mohr unter dem Titel „Black Sea Resonance“ eine Raumzeichnung aus hängender Holzkohle, gefunden im Schwarzen Meer.

Raumzeichnung aus hängender Holzkohle
Asche, Ruß, Ton, Glas, Metall, Stoff, Licht, Farbe und Wasser sind weitere Materialien, mit denen Ulrike Mohr arbeitet. Vita der Künstlerin und weitere Abbildungen als Download hier.
Das Programm „art residency wildbad“ wurde 2017 ins Leben gerufen. Es ist auf zehn Jahre angelegt. Eine Fachjury schlägt dafür jährlich neue Künstler oder Künstlergemeinschaften mit professioneller Ausbildung, entsprechenden Referenzen und nationaler bzw. internationaler Ausstellungs-/Projekterfahrung vor, Kunstwerke vor Ort zu entwickeln. Diese sollen auf Dauer im öffentlichen Park des Wildbads verbleiben. Projektbegleitend gibt es öffentliche Veranstaltungen, darunter Einladungen ins Atelier, zu Künstler-Stammtischen, Gespräche über Kunst u.a.

Das erste landschaftsgebundene Kunstwerk im Wildbad Rothenburg realisierte 2017 das Künstlerduo Böhler & Orendt aus Nürnberg. Matthias Böhler und Christian Ohrendt entwickelten eine mehrteilige figurative Skulpturengruppe und platzierten sie im Bereich der Treppenanlage, die das Wildbad über das Spitaltor direkt mit der Rothenburger Altstadt verbindet.
Das jährliches Budget „art residency wildbad“ beträgt rund 30.000€. Hinzu kommen Mittel u.a. aus dem Kunstfonds der ELKB sowie weitere Fördermittel, Spenden oder Sponsorengelder. Das Projekt 2018 wird gefördert vom Kunstfonds der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern (ELKB) und dem Kunstfonds Bayern.