Rückblick 5. Forum Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt

Gesundheitsförderung wird immer wichtiger

5. Forum Kirche – Wirtschaft – Arbeitswelt im Wildbad Rothenburg

Rothenburg ob der Tauber. Mehr als 60 Experten aus Arbeitspraxis und Wissenschaft stellten sich am Wochenende im Wildbad Rothenburg bei einer gemeinsamen Tagung mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt Bayern der Frage „Gesundheitsfördernd arbeiten – Mode oder Modell?“ Statt einer Antwort gelangten sie zu drei Aussagen: Gesundheitsförderung ist notwendig, Aufgabe der Unternehmensführung und wird immer wichtiger. Auch in Kirche und Diakonie.
Demografischer Wandel, Ein-Kind-Familien, Fachkräftemangel, älter werdende Belegschaften: Mitarbeitende sind für Unternehmen eigentlich ein hohes Gut. Außerdem schreibt das ab 2016 geltende Präventionsgesetz die Stärkung der Leistungen zur Gesundheitsförderung in allen „Lebenswelten“ der Menschen fest. Auch am Arbeitsplatz.
Was aus Unternehmersicht laut Ivor Parvanov, Geschäftsführer im Verband der Bayerischen Wirtschaft, nicht vordergründig ein Mehr an präventiven Angeboten meint, sondern verantwortungsvolle Unternehmensführung und Systematik: erst Verantwortliche für Gesundheitsförderung benennen, danach potentielle Gesundheitsrisikofaktoren analysieren und nachhaltige Maßnahmen entwickeln. Auch um unternehmerische Erfolge zu sichern.
Den Stellenwert von Unternehmenskultur für die Gesundheit von Arbeitnehmern und unternehmerischen Erfolg unterstrich auch Yvonne Simon, Geschäftsführerin der Simonmetall GmbH und Unternehmerin des Jahres 2014. Sie sieht dafür in Mittelstand und Handwerk bereits „sehr gute Voraussetzungen“.
„Je kleinteiliger Unternehmen sind, umso weniger findet betriebliche Gesundheitsförderung statt“, widersprach David Schmitt vom DBG Bayern. Er stelle „eine andere Realität“ als Kommunikation auf Augenhöhe fest. „Es gibt gute Beispiele, aber auch Ausbeutung und Unterdrückung. Es ist Aufgabe von Gewerkschaften und Kirchen, sich einzumischen.“
Dass Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden auch im kirchlichen Bereich „noch in allen Arbeitsabläufen entwicklungfähig“ sei, betonte Dr. Roland Pelikan vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (Bayern). „Wir müssen als Kirche lernen, dass Beschäftigte und Vorgesetzte gemeinsam unterwegs sind.“

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