„WECHSELRAUM“ im Atelier von Ulrike Mohr

Neugieriger Blick ins Atelier

Neugieriger Blick ins Atelier | Foto: Tom Schrade, www.schrade-kunst.de

24-stündiges transdisziplinäres und kollaboratives Projekt mit insgesamt 14 Kunstschaffenden zu einer Raumzeichnung von Ulrike Mohr im Wildbad-Atelier. Es befindet sich in der ehemaligen Turnhalle am Ufer der Tauber.

Kunstaktion über 24 Stunden mit 14 Künstlern

Die chemische Umwandlung von Holz in Holzkohle in Ulrike Mohrs Raumzeichnung bildet den Ausgangspunkt für die gemeinsame Beschäftigung mit aktuellen Zeit- und Raumphänomenen. Dabei werden die von ihr eingeladenen Künstler*innen Ulrike Mohrs Arbeit fortlaufend verändern. Während der gesamten Ausstellungsdauer von 24 Stunden findet ein permanenter Transformationsprozess bis zur Auflösung statt. Alle zwei Stunden wird es einen Wechsel und eine Eröffnung geben. Das Atelier ist für Interessierte ganztägig zugänglich. Das gesamte Projekt wird dokumentiert.

Erster Wechsel: Freitag, 23.11., 19 Uhr.
Letzter Wechsel: Samstag, 24.11., 17 Uhr. 19 Uhr Finissage „Wechselraum“.
Mitwirkende: Matthias Beckmann, Alice Goudsmit, Florian Dombois, Ilona Kàlnoky, Lukas Kleinert und Hannah del Mestre, Ulrike Mohr, Katja Pudor, Jasmin Schaitl, Max Sudhues, Nicole Wendel, Judith Weber, Justus Weiss und Georg Winter.

Programm WECHSELRAUM als PDF ↓

Einmalige Performance live erleben

Selbstverständlich können Kunstinteressierte, Ausflügler und ausgeprägte Nachtschwärmer die einmalige Performance auch live erleben. Der Raum ist in dieser Zeit begehbar.
Genauso gut lässt es sich neuerdings außerdem von außen ins Atelier hineinschauen. Denn zum ersten Mal seit rund sechs Jahrzehnten wurden die Fenster der ehemaligen Turnhalle jetzt von ihren engmaschigen Gittern befreit. Sie war einst „Fitnessraum“ ehemaliger Polizeischüler, nachdem die Bayerische Bereitschaftspolizei das Wildbad-Anwesen 1951 angemietet und zu einem Ausbildungszentrum (bis 1976) umgestaltet hatte.

Auch insofern passt die im doppelten Wortsinn einmalige Performance, die die Berliner Künstlerin Ulrike Mohr am 23./24. November im Wildbad Rothenburg initiiert, zu den Gegebenheiten vor Ort: zur ehemaligen Turnhalle im Park am Ufer der Tauber. Zumal der dem Sport – genauer dem Staffellauf – entlehnte Begriff „Wechselraum“ dabei jene genau definierte Strecke bezeichnet, in der der Staffelstab von einer Läuferin oder einem Läufer zum nächsten Läufer weitergegeben wird. [CR]

24-Stunden-Performance WECHSELRAUM - Tag und Nacht

24-Stunden-Performance WECHSELRAUM – Tag und Nacht in der ehemaligen Turnhalle

Seit 2017 lädt das Wildbad Rothenburg Künstler*innen ein, einige Monate lang im Wildbad zu leben und zu arbeiten.
Während ihres Stipendienzeitraums 2018 entwickelte Ulrike Mohr zwei künsterische Arbeiten: Eine Arbeit die auf Dauer im Park verbleiben wird und in Beziehung dazu, den ersten 24-stündigen WECHSELRAUM in ihrem Atelier – der ehemaligen Sporthalle und früheres Heilbad Rothenburgs – an der Tauber. Alle zwei Stunden gibt es eine Eröffnung, Tag und Nacht.

Mehr zum Wildbad Rothenburg und art residency wildbad: www.wildbad.de

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